Mittwoch, 21.01.2026

Wasserfall Botanischer Garten Bochum – Besuchsführer und Fotospots

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Du findest den Wasserfall im Botanischen Garten Bochum als überraschenden, ruhigen Höhepunkt eines weitläufigen Gartens, der sich über den Südhang des Campus erstreckt. Der Wasserfall bietet eine unmittelbare Möglichkeit, Natur zu erleben und Fotomotive zu entdecken, ohne Eintritt oder weite Wege.

Während du dem Plätschern folgst, erfährst du in diesem Beitrag, wo genau der Wasserfall liegt, welche Wege dorthin führen und welche Pflanzen- und Umweltaspekte den Ort besonders machen. Die nächsten Abschnitte erklären die Lage im Botanischen Garten, was das Erlebnis vor Ort ausmacht und welche ökologischen Hintergründe wichtig sind, damit du den Besuch bewusst planen kannst.

Der Wasserfall im Botanischen Garten Bochum

Der Wasserfall bildet eine kleine, jedoch markante Szenerie im südlichen Bereich des Gartens. Er verbindet gestalterische Elemente mit konkreten ökologischen Funktionen und schafft feuchte Mikrohabitate für spezialisierte Pflanzen.

Lage und Zugang

Der Wasserfall liegt im südwestlichen Drittel des Gartenareals, nahe dem Alpinum und oberhalb des Lottentals. Besucher erreichen ihn über den Hauptweg entlang des Kalwes; ein kurzer Trampelpfad führt vom Rundweg direkt zur Aussichtskante.
Beschilderungen innerhalb des Gartens verweisen deutlich auf den Standort; die Strecke vom Universitäts-Campus beträgt etwa 10–15 Minuten zu Fuß.
Für Mobilitätseingeschränkte gibt es teilweise befestigte Wege bis zum Randbereich, der letzte Abschnitt bleibt allerdings steiler und naturbelassen.

Gestaltung und Aufbau

Der Wasserfall ist als gestalterisches Element aus Natur- und Bruchsteinen angelegt; mehrere gestaffelte Kaskaden reduzieren die Fallhöhe und erhöhen die Wasserbelüftung.
Eine kleine Zisterne am Fuß sammelt das zirkulierende Wasser; eine dezent installierte Pumpe sorgt für den geschlossenen Kreislauf.
Pflanzzonen sind terrassenförmig angeordnet: Moose und feuchtigkeitsliebende Farne direkt am Rinnsal, darüber krautige Stauden und alpine Steingartenpflanzen.
Die Anlage kombiniert ästhetische Linienführung mit funktionalen Aspekten wie Erosionsschutz, Sedimentauffang und Wartungszugang.

Bedeutung für die Pflanzenvielfalt

Der Wasserfall schafft dauerfeuchte Nischen, die sonst im eher trockenen Hangbereich fehlen.
Moose, Sphagnum-ähnliche Arten, Farnspflanzen und spezielle Algen besiedeln die Spritzzone und erhöhen die lokale Artenzahl.
Feuchte Mikrohabitate unterstützen außerdem Insektenlarven und Kleintiere, die wiederum Bestäubung und Nährstoffkreisläufe fördern.
Durch die gestaffelte Bepflanzung existieren Übergangszonen von nassen zu trockeneren Standorten, was die Gesamtstruktur des Gartens ökologisch diversifiziert.

Erlebnis und Umweltaspekte

Der Wasserfall im Botanischen Garten Bochum bietet visuelle Reize, Lebensraum für zahlreiche Tierarten und steht in engem Zusammenhang mit den Pflege- und Nachhaltigkeitsstrategien des Gartens. Besucher erleben eine Kombination aus Fotomotiven, ökologischer Funktion und gezielter Bewirtschaftung.

Fotografische Highlights

Der Wasserfall bietet mehrere Blickwinkel: die obere Kaskade mit schäumendem Weißwasser und die ruhigen Sammelbecken darunter. Morgens sorgt weiches Seitenlicht für lange Belichtungszeiten; spätnachmittags betont tiefes Licht Texturen und Moos.
Für Unschärfeeffekte empfiehlt sich ein ND-Filter und Belichtungen zwischen 1/4 und 2 Sekunden bei Stativnutzung. Nahaufnahmen zeigen Tropfen an Blättern und feine Algenstrukturen; Weitwinkelaufnahmen fassen den Wasserlauf mit angrenzenden Pflanzenbeeten ein.

Besucher sollten auf markierte Wege bleiben, um Trittschäden zu vermeiden und störende Elemente aus dem Bild zu halten. Die Saison verändert die Motive: im Frühjahr junge Wasserpflanzen, im Herbst warm gefärbte Blätter am Ufer.
Kurz: Licht, Brennweite und Perspektive bestimmen die Wirkung—technische Vorbereitung verbessert Ergebnisse.

Lebensraum für Tiere

Der Wasserfall schafft feuchte Mikrohabitate entlang der Felsränder und in flachen Becken. Amphibien wie Grasfrösche nutzen flache Uferzonen zur Eiablage; Libellenlarven entwickeln sich in ruhigen Sammelbecken.
Kleinlebewesen wie Eintagsfliegen und Köcherfliegen sind Indikatoren guter Wasserqualität, da sie empfindlich auf Schadstoffe reagieren. Vögel, etwa Meisen und Amseln, kommen zum Trinken und Baden an die flachen Ränder.

Pflanzengruppen am Ufer — Sumpf- und Uferstauden — bieten Nahrungs- und Versteckstruktur. Pflegerische Eingriffe zielen darauf ab, Ufervegetation zu erhalten und invasive Arten zu kontrollieren, damit lokale Tiergemeinschaften stabil bleiben.
Wichtig für Besucher: Ruhe bewahren, keine Steine ins Wasser werfen und Hunde an der Leine führen, um Störungen zu minimieren.

Nachhaltigkeit und Pflege

Die Wasserversorgung des Wasserfalls ist Teil eines geschlossenen Systems mit Rücklaufpumpen zur Reduktion von Frischwasserbedarf. Sensorik überwacht Wasserstand und Pumpleistung, was Leckagen und Übernutzung verhindert.
Pflanzenauswahl entlang des Laufes orientiert sich an standortgerechten, robusten Arten, die Erosionsschutz bieten und wenig Dünger brauchen. Kompostiert organisches Material aus Schnittarbeiten vor Ort, um Nährstoffkreisläufe zu schließen.

Mechanische Pflege umfasst regelmäßiges Entfernen von Treibgut und gezielte Arbeit an Uferstabilisierungen nach Starkregen. Chemische Eingriffe sind auf ein Minimum beschränkt; biologische Schädlingskontrolle hat Vorrang.
Dokumentation und Besucherinformation unterstützen das Verständnis für die nötigen Maßnahmen und fördern verantwortliches Verhalten vor Ort.

Bild:  © Steffen Schmitz (Carschten) / CC BY-SA 4.0

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