Donnerstag, 15.01.2026

Früher Beginn der Grippewelle in Hagen: 245 Fälle gemeldet und erste Todesfälle

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In Hagen sind in der laufenden Grippesaison bislang 245 Influenza-Fälle gemeldet worden, darunter erste Todesfälle. Nach Angaben des Gesundheitsamts begann die Grippewelle etwa drei Wochen früher als in der Vorsaison, erreicht aber bisher kein höheres Niveau als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund gibt das Amt gezielte Empfehlungen zur Grippeschutzimpfung und zum Verhalten bei Symptomen.

Aktuelle Lage und Risikoprofile

Von den gemeldeten Fällen betreffen 41 Prozent Kinder und Jugendliche, ein Muster, das zu Beginn einer Grippewelle häufig beobachtet wird und sich im weiteren Verlauf verschieben kann. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass Influenza nicht nur zu akuten Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung führen kann, sondern das Risiko für Schlaganfälle und eine Verschlechterung einer Herzinsuffizienz deutlich erhöht.

Wer sollte sich impfen lassen

Das Gesundheitsamt empfiehlt die Grippeschutzimpfung insbesondere für Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Vorerkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Alten und Pflegeheimen sowie deren Angehörige und medizinisches Personal. Nach Einschätzung des Amts kann eine Impfung auch dann noch vor schwerer Erkrankung schützen, wenn sie bereits vor November oder Dezember erfolgt. Es wird geraten, vorhandene Impflücken zeitnah zu schließen, da auch jetzt eine Impfung noch sinnvoll sein kann.

Verhaltenshinweise, Tests und Therapie

Zur eigenen Infektionsabwehr empfiehlt das Amt das Tragen einer Maske und gute Händehygiene im Kontakt mit symptomatischen Personen oder in unübersichtlichen Situationen. Bei Fieber, Abgeschlagenheit, Erkältungssymptomen sowie Kopf und Gliederschmerzen sollte eine Testung mit einem Mehrfachtest erfolgen, der Influenza, COVID 19 und RSV abdeckt. Personen mit Symptomen sollten zum Schutz anderer eine Maske tragen und auf Besuche bei Risikopatientinnen und Risikopatienten verzichten.

Nach einer bestätigten Influenza-Diagnose sollten Betroffene umgehend ihre hausärztliche Praxis kontaktieren, damit eine mögliche Indikation für antivirale Medikamente geprüft werden kann. Solche Medikamente sind nach Angaben des Gesundheitsamts besonders bei sehr frühem Einsatz effektiv. Bei Verschlechterung des Zustands oder bei Luftnot wird dringend geraten, schnell ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Weitere Informationen stellt das Gesundheitsamt der Stadt Hagen auf seiner Internetseite zur Verfügung: www.hagen.de/53.

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