Mittwoch, 07.01.2026

Köln stellt Notfallmaßnahmen für großflächigen Stromausfall vor

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Nach einem Brandanschlag in Berlin, bei dem tausende Haushalte und Betriebe zeitweise ohne Strom sind, hat die Stadt Köln ihre Vorbereitungen für einen möglichen großflächigen Stromausfall erläutert. Die Verwaltung informiert Bürgerinnen und Bürger über Lagebilder, Versorgungsangebote und Verhaltensempfehlungen für den Fall eines länger andauernden Ausfalls der Stromversorgung.

Unterschiedliche Szenarien und Leuchtturmkonzept

Die Stadtverwaltung unterscheidet zwischen lokalen Störungen, die meist innerhalb weniger Stunden behoben werden, und einem Blackout, bei dem weite Teile Deutschlands oder Europas von einem Stromausfall betroffen sind. Für Fälle, in denen größere lokale Störungen nicht kurzfristig behoben werden können, sieht die Planung die Aktivierung sogenannter Katastrophen Leuchttürme vor. Diese Einrichtungen dienen als Anlaufstellen, an denen unter anderem Trinkwasser und Lebensmittel ausgegeben, Energie bereitgestellt und kleinere medizinische Versorgungen vorgenommen werden können.

Zur Orientierung werden beleuchtete Ballons eingesetzt, die die Standorte der Leuchttürme weithin sichtbar machen. Eine Übersicht über die Standorte stellt die Stadt Köln in einer interaktiven Karte zur Verfügung.

Vorsorgeempfehlungen für Haushalte

Die Verwaltung rät den Haushalten, Ruhe zu bewahren und eine persönliche Checkliste zu erstellen. Empfohlen werden Vorräte an Lebensmitteln und Trinkwasser für bis zu zehn Tage, Bargeld, wichtige Medikamente, ein Erste Hilfe Kasten, Kerzen und ein Feuerzeug, ein Feuerlöscher, Taschenlampe, Radio sowie Ladeakkus und Batterien. Der Einsatz von Warn Apps wird empfohlen, um aktuelle Hinweise zu erhalten. Powerbanks verlängern die Nutzbarkeit digitaler Informationsquellen. Alle Hinweise sind zusätzlich im städtischen Flyer zum Thema Stromausfall zusammengefasst.

Unterbringung, Treibstoff und technische Versorgung

Für die Unterbringung und Versorgung größerer Personengruppen sind Schulen als Wärmeinseln und Notunterkünfte eingeplant. Als Bezugsrahmen dient das Landeskonzept BTP 500 NRW, das bereits bei größeren Einsatzlagen in Köln angewendet wurde. Diese Einrichtungen werden von Einheiten des Katastrophenschutzes betreut, kommunal wie überörtlich. Bei Bedarf können weitere Unterkünfte eingerichtet werden.

Die Versorgung mit Treibstoff für Netzersatzanlagen wird über nicht betroffene Stadtteile, überörtliche Lieferungen und gegebenenfalls Bundesreserven sichergestellt. Mobile Netzersatzanlagen werden vom Energieversorger sowie von Feuerwehr und THW vorgehalten. Kritische Infrastrukturen verfügen in der Regel über eigene Ersatzanlagen oder Evakuierungskonzepte, die durch die Gefahrenabwehr unterstützt werden. Für den Einsatzfall sind eine operative Leitung durch die Feuerwehr sowie ein administrativer Krisenstab der Stadt Köln vorgesehen.

Information und rechtlicher Rahmen

Die Stadt informiert Betroffene laufend über die städtische Website, über soziale Medien, über die Kanäle der Feuerwehr und der Polizei sowie über Radio Köln auf UKW 107,1 MHz. Die Behörden betonen, dass die Versorgung in Krisen grundsätzlich die Bereitstellung lebensnotwendiger Güter und die Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur umfasst, jedoch keine individuelle Betreuung einzelner Personen oder Gruppen garantiert werden kann. Als Referenz für private Vorsorge verweist die Verwaltung auf die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Ergänzende Fragen zum Thema Stromausfall beantwortet die Stadt Köln auf einer gesonderten Informationsseite.

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