Oberbürgermeister Jörg Lukat hat am 1. Juni 2026 den Vorstand des Vereins Vereint Bochum e.V. im Rathaus empfangen, um Wege der Zusammenarbeit gegen Einsamkeit zu erörtern. Thema des Gesprächs waren das gegenseitige Kennenlernen, bisherige Vereinsaktivitäten und Möglichkeiten, wie Verwaltung und Zivilgesellschaft Menschen in der Stadt besser zusammenbringen können.
Verein, Zielsetzung und Formate
Vereint Bochum wurde 2025 von Tim Kramer, Dr. Bastian Hartmann und weiteren Aktiven gegründet und ist aus der Initiative eigen. hervorgegangen. Der Verein will Einsamkeit sichtbar machen und mit niedrigschwelligen Begegnungsangeboten entgegenwirken. Zu den konkreten Formaten zählen offene Treffen im Stadtpark und moderierte Gesprächsangebote wie die Social Line in der Campus-Bahn U35, in denen Interessierte neue Kontakte knüpfen können.
Austausch mit der Stadt
Beim Treffen im Rathaus würdigte Lukat das Engagement des Vereins und hob hervor, dass solche Angebote den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Dr. Bastian Hartmann, Geschäftsführer von Vereint Bochum, betonte, dass Einsamkeit nicht durch Einzelprojekte zu lösen sei und ein Zusammenspiel von Stadt, Vereinen, Kultur, Wissenschaft und engagierten Bürgerinnen und Bürgern notwendig sei. Tim Kramer, Vorsitzender des Vereins, sagte, Einsamkeit beginne leise, dürfe aber kein stilles Thema bleiben. Der Verein wolle Orte schaffen, an denen Menschen ohne Erklärungen ankommen können.
Veranstaltung und finanzielle Unterstützung
Als ein Baustein der Vereinsarbeit steht am Mittwoch, 8. Juli 2026, um 19:30 Uhr in den Kammerspielen des Schauspielhauses Bochum die Veranstaltung „Wer liked uns offline?“ auf dem Programm. Dort soll diskutiert werden, welche Auswirkungen Social Media und Künstliche Intelligenz auf das Miteinander haben. Als Gesprächspartnerinnen und -partner werden unter anderem Dr. Marie-Kristin Döbler, Prof. Dr. Hendrik Heuer, der Sänger Joris und die Journalistin Tessniem Kadiri erwartet. Die Stadt unterstützt Vereint Bochum mit einer Projektförderung, und der Austausch zwischen Kommune, Verein und weiteren Akteurinnen und Akteuren soll die Zusammenarbeit zum Thema Einsamkeit weiter vertiefen.
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