Freitag, 27.03.2026

Fast 50 Hektar im Köllnischen Wald werden als Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen

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Das NRW Umweltministerium und der Regionalverband Ruhr haben im Köllnischen Wald in Bottrop ein rund 50 Hektar großes Wildnisentwicklungsgebiet ausgewiesen. Die Fläche grenzt direkt an die nördlich gelegene Halde Schöttelheide und soll gemeinsam mit diesem Schutzgebiet zur Vernetzung von Lebensräumen in der Region beitragen.

Ausweisung und Beteiligte

Die Festlegung des neuen Gebiets erfolgte in Abstimmung mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima, dem Regionalverband Ruhr und dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Während große Wildnisentwicklungsgebiete häufig in Kernzonen von Nationalparks liegen, betonen die Behörden die besondere Rolle kleinerer Flächen für den regionalen Biotopverbund.

Zugänglichkeit und Freizeitnutzung

Die Kommune stellt klar, dass das bestehende Netz an Radwegen, Fußwegen und Reitwegen von der Schutzfestsetzung ausgenommen ist. Der Technische Beigeordnete Klaus Müller machte deutlich, dass Besucherinnen und Besucher den Köllnischen Wald weiterhin wie gewohnt nutzen können. Die Wege bleiben vollständig erhalten und stehen in ihrem bisherigen Umfang für Freizeit und Naherholung zur Verfügung. Damit soll nach Angaben der Stadt Natur- und Landschaftsschutz mit der Erholungsnutzung in Einklang gebracht werden.

Ökologische Bedeutung und Ziele

Das neue Wildnisentwicklungsgebiet bietet nach Angaben der Behörden Lebensräume für zahlreiche seltene und gefährdete Arten. Ein hoher Anteil an Totholz und alte Baumbestände, die ohne forstwirtschaftliche Nutzung entstehen können, kommen vor allem Pilzen, Insekten, Vögeln und Fledermäusen zugute. Die natürliche Dynamik des Waldes soll zudem Ökosystemleistungen wie Reinigung von Boden, Wasser und Luft sowie Schutz vor Erosion und Hochwasser stärken.

Grundlage für das Konzept ist die Regionale Biodiversitätsstrategie für das Ruhrgebiet, die die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr im Jahr 2022 beschlossen hat. Die Kommune hebt hervor, dass das neue Wildnisentwicklungsgebiet und das Naturschutzgebiet Halde Schöttelheide sich ergänzen und gemeinsam einen Beitrag zur regionalen Vernetzung leisten.

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