Wegen der anhaltenden Hitzewelle hat die Stadt Recklinghausen das Grillen auf öffentlichen Flächen untersagt und verstärkt die Kontrollen in Grün- und Parkanlagen. Der Kommunale Ordnungsdienst wird gezielt überwachen, Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.
Warum das Verbot gilt
Die anhaltend hohen Temperaturen erhöhen das Risiko von Bränden, insbesondere in dicht genutzten Erholungsräumen. Landesweite Zahlen zeigen, dass es in Deutschland jährlich im Durchschnitt mehr als 4.000 Unfälle beim Grillen gibt. Rund 400 dieser Fälle enden mit schweren oder schwersten Verbrennungen. Vor diesem Hintergrund begründet die Stadtverwaltung die strikteren Maßnahmen und die verstärkte Präsenz des Ordnungsdienstes.
Sicher grillen: Regeln und Vorsichtsmaßnahmen
Die Behörden geben konkrete Empfehlungen für alle, die grillen wollen. Erlaubt ist das Grillen nicht auf öffentlichen Flächen, in Parks, in Grünanlagen und im Wald. Dort ist offenes Feuer grundsätzlich verboten. Auf privaten Flächen ist Grillen nur dann verantwortbar, wenn ein ausreichender Abstand zu brennbaren Materialien eingehalten wird und der Grill auf einer ebenen, ausreichend großen Fläche steht.
Weitere Sicherheitsregeln betreffen Technik und Verhalten: Grillgeräte sollten im Freien stehen, frei von Überdachungen, damit Wärme und Rauch ungehindert abziehen können. In geschlossenen Räumen oder unter Dächern, zum Beispiel auf Balkonen, dürfen nur elektrische Grillgeräte verwendet werden, andernfalls drohen Vergiftungen durch Kohlenmonoxid. Zum Anzünden der Kohle sollten zugelassene Grillanzünder verwendet werden, Brennstoffe wie Spiritus sind tabu. Müll und Essensreste haben nicht im Grill zu landen.
Zum persönlichen Schutz raten die Behörden, keine Kleidung mit Kunststofffasern zu tragen, da diese bei Hitze schmelzen und schwere Verletzungen verursachen können. Vor allem bei kleinen Kindern ist ein klarer Sicherheitsabstand zum Grill einzuhalten. Nach dem Grillen muss die Kohle unter Aufsicht vollständig auskühlen, bevor sie entsorgt wird.
Verhalten im Notfall
Kommt es doch zu einem Unfall, ist sofort die Feuerwehr über die Notrufnummer 112 zu alarmieren. Bei brennender Kleidung helfen Decken, Kleidungsstücke oder das Wälzen auf dem Boden, um die Flammen zu ersticken. Danach sollte die Kleidung entfernt werden, ausgenommen Kleidungsstücke, die fest auf der Haut haften. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann durch sofortiges und anhaltendes Kühlen mit Wasser Zeit gewonnen werden. Die Verwendung von Eis oder eiskaltem Wasser zum Kühlen sollte vermieden werden.
Die Stadtverwaltung und die Feuerwehr betonen, dass Prävention und umsichtiges Verhalten das Risiko von Brand- und Verletzungsfällen deutlich reduzieren können. Angesichts der hohen Temperaturen bleibt die Verwahrung bestehen, bis die Brandgefahr nachlässt.
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