Mittwoch, 27.05.2026

Feuerwehr mahnt zu Vorsicht bei anhaltender Hitze: Gesundheit und Brandgefahr im Blick

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Die Feuerwehr Recklinghausen hat Empfehlungen veröffentlicht, wie sich Bürgerinnen und Bürger bei der anhaltenden Hitzewelle schützen können. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen gegen Kreislaufprobleme und Dehydrierung sowie Hinweise zur Vermeidung von Bränden, die bei Trockenheit deutlich wahrscheinlicher sind.

Wer besonders gefährdet ist und warum

Laut Feuerwehr sind vor allem ältere Menschen, Kinder und Personen mit Herz oder Kreislauferkrankungen gefährdet. Häufige Ursachen für Zusammenbrüche im Alltag sind ungeeignete Kleidung, Flüssigkeitsmangel und körperliche Anstrengung. In Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit und kaum spürbarem Wind kann die Wärme für viele Menschen zu einer körperlichen Ausnahmesituation werden.

Alltagsregeln gegen Hitze

Empfohlen wird, direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr nach Möglichkeit zu vermeiden und Sonnenschutz zu verwenden. Trinken ist zentral: Der Flüssigkeitsbedarf kann sich an heißen Tagen nach Einschätzung der Feuerwehr drei- bis vierfach erhöhen. Mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser pro Tag werden genannt, auf Alkohol und viel Kaffee sollte verzichtet werden, da diese den Flüssigkeitsbedarf steigern können. Auch die Ernährung sollte leicht sein. Sport und schwere körperliche Arbeit im Freien sind bei extremer Hitze nicht ratsam. Falls sich Anstrengungen nicht vermeiden lassen, sind regelmäßige Pausen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig.

Autos als tödliche Hitzefallen

Die Einsatzkräfte warnen eindringlich davor, Menschen oder Tiere allein in Fahrzeugen zurückzulassen. Selbst im Schatten oder bei leicht geöffneten Fenstern können sich Pkw innerhalb kurzer Zeit gefährlich aufheizen. Bei 34 Grad Außentemperatur kann sich ein Auto in 30 Minuten auf etwa 50 Grad innen erwärmen, innerhalb einer Stunde sind 60 Grad möglich. Die Feuerwehr weist darauf hin, dass im Ernstfall Fahrzeuge gewaltsam geöffnet werden, um Leben zu retten.

Brandgefahr im Sommer vermeiden

Durch die Trockenheit steigt das Risiko für Wald und Flächenbrände. Die Feuerwehr rät, offenes Feuer zu vermeiden und nicht im Wald zu rauchen. Zigarettenreste dürfen nicht einfach achtlos weggeworfen werden. Grillen sollte nicht auf trockenem Rasen erfolgen, stattdessen ist ein steiniger Untergrund zu empfehlen und die Umgebung vor dem Grillen zu wässern. Grillkohle muss vollständig abgekühlt entsorgt werden. Lagerfeuer auf Wiesen oder in der Nähe von Büschen und Bäumen sind derzeit verboten. Fahrzeuge sollten nicht auf trockenem Gras abgestellt werden, da heiße Auspuffanlagen Brände auslösen können. Ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöscher in der Nähe kann helfen, kleinere Brandherde zu löschen.

Was tun bei Hitzeproblemen

Bei ersten Anzeichen einer Hitzebelastung sollte man Schatten aufsuchen, die Beine hochlegen und trinken. Kühlung kann durch ein kühles Tuch auf der Stirn erreicht werden. Wenn diese Maßnahmen nicht reichen, ist der Notruf 112 zu wählen. „Die heißen Sommertage bringen nicht nur Freude, sondern auch Risiken mit sich“, sagt Christian Schell, Pressesprecher der Feuerwehr Recklinghausen. „Es ist entscheidend, einige grundlegende Regeln zu beachten, um sicher durch den Sommer zu kommen.“ Die Feuerwehr steht bei Fragen und im Notfall zur Verfügung.

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